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Medizin & Glaube

Gesundheit ist für den modernen Menschen das höchste Gut. Um so mehr staunt man über die Tatsache, wie wir modernen Menschen mit unserer Gesundheit umgehen: unsere Lebensgewohnheiten, unsere Wertvorstellungen, denen wir nachjagen, machen uns krank. Die häufigsten Krankheiten unserer modernen Gesellschaft sind selbst gemacht oder zu einem großen Teil mitverschuldet: Ernährungsfehler, falsche Belastung, zu wenig Bewegung, andererseits Hektik, übertriebener Stress, innere Leere, Ausweglosigkeit, Beziehungskrisen aber auch Drogen, Alkoholmissbrauch, übertriebener Leistungssport unterstützt durch Medikamentenkonsum machen sich breit und sind mitverantwortlich für die sog. Zivilisationskrankheiten: Stoffwechselstörungen, Allergien, Spannungskopfschmerzen, Migräne, Arthritis, Atmungsbeschwerden, Asthma, asthmatische Bronchitis, Dickdarmkrämpfe, Magengeschwüre, Schlaflosigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen bis hin zum Herzversagen, hoher Blutdruck u.v.m…

Andererseits häufen sich aus nicht immer erkennbarer Ursache chronische oder gar unheilbare Krankheiten, die von der Schulmedizin nur teilweise behandelt werden können oder gar „aufgegeben“ werden müssen. Aus diesen und anderen Gründen sind Heilmethoden gefragt, die von der althergebrachten Heilkräuterbehandlung bis zu Esoterik und Okkultismus reichen und kommen immer mehr in Mode. Aber auch sog. „sanfte“ Heilverfahren halten bei weitem nicht das, was sie versprechen. Die Ursache vieler Krankheiten und Gebrechen sitzt nicht immer so an der Oberfläche wie es oft scheint. Der Mensch muss als „ganzer Mensch“ betrachtet werden, d. h. unser Innenleben, unsere Wertvorstellungen unsere Zielsetzung wirken sich direkt oder indirekt auch auf unseren Körper aus: im negativen wie im positiven Sinne.

In vielen Sparten der Medizin, des Sozialwesens und anderen Bereichen wird über Fehlverhalten, deren Hintergründe und Auswirkungen auf unseren Körper, sowie Hilfen und entsprechende Therapien bei den verschiedenen Krankheiten gegeben, als auch über Vorbeugemaßnahmen diskutiert, informiert, debattiert und Hilfen in Form von Einzelgesprächen, Selbsthilfegruppen u. Interessengruppen angeboten. Das ist nützlich und gut. Sicher waren das Sozialwesen und die Medizin noch nie zuvor auf einem so hohen Stand wie heute. Als Christ und Arzt möchte ich aber auch Tatsachen aufzeigen, auf die uns nur der hinweisen kann, der uns gemacht hat. Er weiß am besten Bescheid welche Zusammenhänge zwischen unserem „Innenleben“ und einem gesunden oder kranken Körper bestehen. Er ist es, der uns mit Gott unserem Schöpfer versöhnen will und uns seinen Frieden mit Gott, mit uns selbst und mit unseren Mitmenschen schenkt. Er ist es, der uns Leben gibt, weil er das „LEBEN“ ist. Er ist es, der unser Leben erfüllt und Freude gibt.

Medizin & Ethik

Der Mensch von heute scheint alles im Griff zu haben: die Technik ermöglicht ihm Dinge zu wissen und zu tun, von denen man früher nur träumen konnte. Dies wirkt sich gerade auch in der Medizin aus: wir kennen nicht nur den Körper des Menschen in und auswendig, sondern haben seinen gesamten Plan: rund 36.000 Gene besitzt der Mensch. Das Wissen darüber sagt aber noch nichts aus über das Leben das in diesem Körper steckt. Hat der Mensch denn damit das Recht erworben über Leben und Tod zu entscheiden? Ist er Herr über das Leben anderer Menschen? Was ist eigentlich erlaubt? Wie weit kann die Wissenschaft gehen? Kann der Mensch mit seinem Wissen sagen, was lebenswert ist und welches Leben keinen Wert hat? Z.B. ungeborenes Leben? Menschen mit Behinderung? Wann beginnt das Leben, wann endet das Leben bzw. wer beendet das Leben? Wer entscheidet über solche Fragen? Haben wir denn genug Wissen, um zu entscheiden was wir mit unseren Genen, an die ja Leben geknüpft ist, tun dürfen? Woher nehmen wir das Recht Leben zu beenden, Eingriffe in das Leben anderer zu machen? Gibt es denn ein allgemein gültiges Recht, das allen Fragen und Handlungen zugrunde liegt? Und wenn ja, wer entscheidet letztendlich über Leben oder Tod, über Experimente mit Genen, die nicht nur menschliches Leben beinhalten, sondern Leben sind? Anhand dreier Bereiche in unserem Leben möchte ich bei diesem Vortrag aufzeigen, dass es in entscheidenden Fragen des Lebens notwendig ist, allgemein gültige Richtlinien zu haben, auf die unsere Entscheidungen in wesentlichen Fragen des Lebens basieren. Das Leben ist schützenswert von Beginn (Zeugung) bis zum natürlichen Tod. Wer kann Abtreibung verantworten? Können Experimente mit Keimzellen verantwortet werden? Wer stellt hier die Maßstäbe auf? Ich meine, dass dies nur der kann, welcher Ursprung des Lebens ist: nämlich Gott. Seine Ethik, seine Richtlinien sind gültig für immer, für alle und für jede Entscheidung. Für ihn ist jeder Mensch ein Original, da gibt es keine Kopien. Er kennt uns schon bevor wir noch im Mutterleibe gebildet werden.

… Du hast mich gebildet im Mutterleibe…Es war dir dein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward. Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als der selben keiner da war. (Psalm 139).

Für viele Menschen sind ungeborene anscheinend höchstens ein Zellklumpen und kein „wirkliches Leben“ wie in den Augen Gottes. Für Gott ist jedes Leben in jeder Lebenslage lebenswert: es gibt bei ihm kein unwertes oder wertloses Leben.

Wir, die wir von Gott geschaffen wurden, sind zu seinem Bilde geschaffen, zu welchem Bilde würde denn ein von Menschen „gemachter“ Mensch sein?

Im Zusammenhang mit dem Thema Euthanasie fällt auf, dass immer wieder das Recht des Menschen betont wird, selbst über sein Leben entscheiden zu können. Dabei wird es generelle vermieden über das Leben nach dem Tode zu sprechen. Was denken Sie über das Leben nach dem Tode? Jesus sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, der wird leben, wenn er auch stirbt, und wer da lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben.

Eine allgemein gültige Ethik, die unser Leben bestimmt, muss von dem kommen, der das Leben ist: von ihm kommt das Leben, zu ihm geht das Leben hin, in seinen Augen ist jedes Leben lebenswert und einmalig: wir tun gut daran seine Ethik, das Wort Gottes, kennen zu lernen und das Leben und unsere Mitmenschen, ob als Keimzelle, als ungeborener Mensch, als „behinderter“ oder alter und kranker Mensch mit den Augen Gottes sehen und lieben zu lernen.

© Zahnarzt Defatsch Artur  .  MwSt. 01177860218