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Aus der Sicht eines gläubigen Arztes:

Bibelstelle: Hiob 1,6-12

Hier wir Grundsätzliches deutlich: DAS LEID KOMMT NICHT VON GOTT:

Die Gedanken Gottes, als er daran ging Menschen zu schaffen waren alles andere als von Leid, Tod, Schmerzen und Elend geprägt, sondern er wollte den Menschen in allen Bereichen ähnlich machen, wie er selbst ist: zu seinem Bilde: 1. Mose 1,27: schöpferisch, weise, mächtig und intelligent, gesund an Körper, Seele und Geist: fähig zur Gemeinschaft mit ihm und miteinander, geprägt durch die Liebe. Es war alles gut: 1. Mose 1,31.

Von Leid, Krankheit, Verzweiflung, Angst, Sorge, Tod und was das Leben sonst noch an negativen Auswirkungen bringt, war anfangs nicht die Rede. Leid, Schmerz und Tod begleiten aber das Leben seit dem Missbrauch der menschlichen Willensfreiheit (1. Mose 3. Kapitel): Kap.3,10: ich hörte dich im Garten und fürchtete mich.

Die Bibel berichtet uns nun – angefangen vom Buch Genesis bis hin zur Offenbarung – vom großen Plan Gottes, die Schöpfung und allem voran den Menschen wieder in einen gesunden und lebenswerten Zustand in der Gemeinschaft mit ihm zu führen. Gottes Wille und Absicht ist eine vollkommene Welt, so wie sie in den ersten zwei Kapiteln im 1. Mose Kap.1 und 2 und im letzten Kapitel der Offenbarung 21,4 beschrieben wird. Was dazwischen liegt – der Teil des Lebens in Armut, Krankheit, Hass, Neid, Leid, Gewalt, Tod – das ist gegen Gottes Absicht mit seiner Schöpfung gerichtet, aber aufgrund der Entscheidung des Menschen selbst sein Leben in die Hand zu nehmen und selbst „Gott“ werden zu wollen oder sich seinen eigenen Gott zu kreieren, kam das Leid in die Welt. Der Mensch ist geschaffen mit Gott zu leben in seiner Nähe und Liebe, denn nur von ihm kommt Leben und Liebe. In der Gottferne ist es dem Menschen nicht möglich ein lebenswertes und gesundes Leben zu haben. Das sind natürlich Gedanken, die man nur verstehen kann, wenn man akzeptiert, dass es Gott gibt und dass er die, die ihn suchen beschenken will. Trotzdem ist Gott und seine Liebe an uns eine Tatsache, ob ich nun daran glaube oder nicht.

Der Sündenfall mit dem Einfluss des Bösen und seiner Diener, die die Weltbeherrscher aus der Finsternis sind, hat die Lebensumstände umgekrempelt und das Antlitz der Erde entstellt. In dieser Welt leben wir. Im Kampf, und es ist ein Kampf; ein Kampf ums Leben und den Sinn des Lebens um Gesundheit und auch um Zufriedenheit, glücklich sein und Wohlstand in dieser Welt. – Der Kampf, um dies zu erreichen ist aber eben zu tiefst ein geistlicher Kampf (Epheser 6,12) – Wir sind herausgefordert (als Kinder des lebendigen Gottes) auf der Seite Gottes zu bleiben, indem wir seinem Wort vertrauen und gehorchen: Würde er dir gehorchen, wenn es sich für ihn nicht lohnt?“ Hiob 21,9,10.

Gottes Gedanken mit uns sind zu jeder Zeit diejenigen, die er durch den Propheten Jeremia seinem Volk sagte: Jeremia 29,11: denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken für euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leids. Dasselbe hat auch Jesus seinen Jüngern versprochen: Johannes 14,27: Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.

Gott ist aber auch nicht machtlos, sondern hat die Macht uns Frieden und Leben zu geben: auch dem Satan, also den finsteren Mächten, gegenüber: bis hierin und nicht weiter!!!: siehe alles gebe ich in deine Hände a b e r….. ihn selbst darfst du nicht antasten!

Wilder Smith wirft in seinem Buch: Warum läßt Gott Leid zu? folgende Frage auf: „Es ist mir wirklich ein Rätsel“ sagte der Professor zu einem Kollegen „wie sonst so verständige Leute dazu kommen zu sagen, sie glaubten an einen guten, allwissenden, freundlichen und allmächtigen Gott, den sie eine Person nennen. Das geht wirklich über meinen Verstand! Denn diese Leute, und es scheint nicht wenige von ihnen zu geben, scheinen fest von ihren Ansichten überzeugt zu sein und bilden sich auf irgendeine Weise sogar ein, dass sie eine persönliche Beziehung zu diesem ihrem Gott besitzen. Bis zu einem gewissen Grade kann ich ihr Gerede von ihrem Glauben an diesen Gott verstehen, wenn sie etwa einen schönen Sonnenaufgang im Gebirge sehen oder eine Orchidee in voller Blüte oder selbst gesunde junge Männer und Frauen. Aber sie müssen sehr beschränkt sein in ihrem Glauben an diesen Gott – eine junge Mutter, die an Krebs zugrunde geht – der Todeskampf des Vaters – die zurückgelassenen Kinder – die Gräueltaten des Krieges, besonders des modernen Krieges, die vielen zivilen Opfer, Mütter und Kinder, die sexuelle und körperliche Gewalt an Kindern usw. – warum also ein guter, liebender, allmächtiger Gott solche Gräuel zulässt? Selbst sonst gottlose Menschen hätten ihnen sofort Einhalt geboten, wenn sie die Macht dazu gehabt hätten. Aber ihr Gott lässt dies alles geschehen?“

In der Tat muss ich gestehen, dass ich darauf, vor allem auf das Leid, das Kindern in vielerlei Hinsicht, nicht nur im Krieg, auch bei uns angetan wird, keine in jeder Hinsicht befriedigende Antwort habe. Eines weis ich sicher: Gewalt, Terror und Leid zufügen kommt nicht von Gott. Gott ist gut und von ihm kommt alles Gute. Wichtig ist aber die Frage: wie gehe ich mit dem Leid um, woher bekomme ich Hilfe, Trost und Kraft? Wer gibt mir Zukunft und Hoffnung in „hoffnungslosen

Situationen“. Dazu möchte ich mal darüber zum Nachdenken anregen, was wäre, wenn es keinen Gott gäbe?

Die andere Seite: Leid ohne Gott:

Im Buch: wer glaubt muss denken von J. Lenox:

„Wenn es aber keinen intelligenten Schöpfer gibt, müssen wir annehmen, dass unsere Welt und wir selbst durch sinnlose, unpersönliche Kräfte zustande gebracht wurden, die unbewusst sinnlose Materie erzeugt und weiterentwickelt haben. Nach Millionen Jahren wahlloser Mutationen hat dann diese geistlose Materie, intelligente Köpfe hervorgebracht, die gegen das Leiden protestieren können. Aber dies geschah zufällig, ohne jede Absicht der Materie. Und nachdem Sie es vollbracht hatte, war die Materie sich nicht über ihr Werk bewusst. Sie fuhr einfach weiter fort auf diesem gedanken- und planlosen Weg, ohne dass ein letztendliches Ziel in Aussicht stünde und völlig unbeeindruckt davon, ob das Ergebnis gut oder böse, intellektuell annehmbar oder unannehmbar war. Unter dieser Voraussetzung macht es überhaupt keine Schwierigkeit, die Existenz von Gut und Böse zu erklären. Was könnte man von diesem sinnlosen Vorgang anderes erwarten als eine ungeheure Menge von Leid auf Schritt und Tritt? (Dafür gäbe es jetzt jedoch die unüberwindbare Schwierigkeit, den raffinierten und ausgeklügelten Plan zu erklären, sowie die geniale Schönheit, die wir überall im Universum beobachten können). Der Atheismus löst somit das intellektuelle Problem des Leidens, wird aber das Leiden selbst nicht los, noch hilft er uns dabei das Leiden zu ertragen: keine Hilfe, keine Kraft, keine Hoffnung, kein Plan…. Er kann den Schmerz sogar noch viel unerträglicher machen. Der Atheismus nimmt jede Art von Hoffnung weg. Er belässt die Menschen in ihren Schmerzen, Verletzungen und ihrer Trauer, ohne emotionellen oder geistlichen Trost zu geben, während ihr Intellekt die tyrannische Unsinnigkeit von ziel- und hoffnungslosem Leiden erdulden muss, das durch -sinn und herzlose Kräfte verursacht wurde, von denen sie leider beherrscht werden. Der Mensch ohne Gott hat keine Hoffnung und keinen Trost im Leid.

Die Endgültigkeit des Todes ist noch sinnloser, barbarischer und schmerzhafter als das Leid selbst. Trost und Hilfe für Menschen gibt es nicht. Was sagst du einem sterbenden Menschen ? Das war`s – q^ds aus… wo ist das tote Kind? Weg nicht mehr da.

Wo bleibt die Gerechtigkeit? Warum stirbt der eine in jungen Jahren, der andere erreicht ein hohes Alter in ständigen Schmerzen wegen seiner Krankheit und kann nicht sterben? Warum? Welchen Sinn hat das ? Wenn es keinen persönlichen Gott gibt, ist doch jedes Leben nur so lange eventuell sinnvoll, wenn es gesund, jung und im Vollbesitz der geistigen Kräfte ist, dazu genügend Geld vorhanden ist. Welche Gerechtigkeit liegt darin, dass dies nur ein ganz geringer Teil der Menschen und wenn nur für kurze Zeit erleben. Wo ist das Leben hin? Wo kommt das Leben her?“

Hiob 21,7 und 15,16….Psalm 73,3ff…73, 16ff.

Römer 8,18-25: denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll…..Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst und erwarten die Sohnschaft: die Erlösung unseres Leibes. Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung. Denn wer hofft, was er sieht? Wenn wir aber das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir mit Ausharren.

Bezieht man aber Gott mit ein, was beute nicht für jeden selbstverständlich ist, so stellt sich gleich die Frage, ja wenn es denn schon Gott gibt, warum gibt es dann trotzdem soviel Leid? Viel schlimmer wenn die Frage persönlich wird: warum gerade ich? Solange das Leid weit weg ist von uns, machen wir uns kaum Gedanken: das haben wir gerade in den letzten Jahren erfahren: schwere Krankheiten, die zum Tod führen, gab es in anderen Teilen der Welt schon immer, Krieg gab es auch in vielen Ländern dieser Erde, den Tod gibt es ebenfalls für jeden: wir aber haben, durch die moderne Medizin in den letzten Jahrzehnten die Seuchen vergessen, durch den langen Frieden, den Krieg vergessen, den Tod verdrängt. Jetzt aber ist die Seuche durch Corona auch zu uns gekommen: jetzt breitet sich die Angst aus, verständlich. Nun ist Krieg in Europa vor unserer Haustür ausgebrochen: damit ist die Angst und der Schrecken des Krieges zu uns gekommen und viele von uns haben tiefe Sorge um die eigene Zukunft. Diese Frage ist also verständlich und auch angesichts des großen Leids in dieser Welt berechtigt, darum versuche ich mit diesem Thema auf diese Fragen einzugehen, Antworten aufzuzeigen, und hinzuweisen, wie man mit Leid und Krankheit umgehen kann, wo man Hilfe, innere Kraft und Halt erhält und wie man trotz Leid und Krankheit ein hoffnungsvolles und zielführendes Leben haben kann. Dazu ist es notwendig doch etwas auf die allgemeinen Ursachen des Leids einzugehen, so wie ich als Arzt zunächst Mal eine Diagnose haben muss, bevor ich an die Therapie gehen kann.

 Ursachen des Leidens:

1. Das Herz des Menschen:

Gleich nach dem Sündenfall des Menschen wurde klar, wie das von Gott losgelöste, das Gott-lose Herz des Menschen aussah: Gott sprach zu Kain: 1. Mose 4,6: Warum starrst du auf den Boden? Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du den Kopf frei erheben; aber wenn du Böses planst, lauert die Sünde vor der Tür deines Herzens und will dich verschlingen. Du musst Herr über sie sein.

Kain aber sagte zu seinem Bruder Abel: komm und sieh dir einmal meine Felder an. Und als sie draußen waren, fiel er über seinen Bruder her und schlug ihn tot. Wie oft hat sich eine solche Tat wiederholt? Ist Gott daran schuld?

Umweltzerstörung, Terror, Gewalt, Verbrechen, Kriminalität, Hunger, Not, Ausbeutung, Diskriminierung, Hass Machtmissbrauch, Krieg, Völkermord, ethnische Säuberungen, Misshandlungen, Menschenhandel, Kinderarbeit……In dem Maße, in dem die Menschheit sich programmatisch vom Glauben an Gott losgesagt hat, wuchsen Hass und Mord und Leid in unserer Welt. Wer ist Schuld an der Hungersnot der Welt? Haben wir nicht genug Nahrungsmittel? An den vielen Kriegsopfern und dem Terror in dieser Welt. Manche sagen: Gott müsse zuerst ein Paradies schaffen, damit wir darin gut leben könnten: Was nützte uns aber das Paradies, wenn die Bosheit die Herzen der Menschen regiert und der Mensch nicht die Macht besitzt über diese Bosheit des Herzen (Sünde) zu herrschen.

2. Moralische Hintergründe des Leids:

2. Mose 15,26: Wirst du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und merken auf seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt….

Das Wort Gottes gibt uns viele Anleitungen für unser Alltagsleben: die Missachtung dessen führt oft zu Leid und Krankheit:

Aus Zeitschrift Factum: unsere Generation hat Gott mit einer Unverfrorenheit abgeschafft wie keine Generation zuvor. Gott kommt in unseren Wissensbereichen nicht mehr vor, weder in den Gesetzen noch in den Naturwissenschaften. Seine lebenserhaltenden Ordnungen im ethischen Bereich lehnen wir ab. Seine Gesetze übertreten wir. Den angebotenen Bund mit ihm schlagen wir aus. In der Schule ist er kein Thema. In der Biologie haben wir ihn ausgetrickst mit einer ausgesuchten alternativen Entstehungserklärung: Aus einem Knall heraus und einem anschließenden Chaos habe sich das Leben entwickelt. Wir glauben das, weil wir Gott nicht wollen und ihn nicht kennen. Der Riss soll bleiben: Satan hat gesiegt:

  • Drogenmissbrauch und das persönliche Leid, das Leid der Eltern, Familien, Gesellschaft
  • Sexuelle Freiheit: familiäre Tragödien, Zerstörung des eigenen Lebens u. der Gesellschaft.
  • Missachtung des Lebens: Tötung nicht „lebenswerten Lebens“.
  • Egoismus, Selbstverwirklichung usw.: Heinrich Kemner sagt dazu:
  • Die Reduzierung des Menschen auf sich selbst ist die Hölle.
  • Ungerechtigkeit, Korruption in Wirtschaft und Politik in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz: jeder ist sich selbst der Nächste: Römer 1,28-30, 2. Thessalonicher 2,9-12. Wo die Richtlinien Gottes außer Acht gelassen werden, gibt es Leid: persönlich, in der Familie, in der Gesellschaft usw.

Eine Gesellschaft, der nichts mehr heilig ist, geht vor die Hunde: Peter Hahne in Schluss mit lustig.

Jeremia 2,19: Deine Bosheit ist schuld, dass du geschlagen wirst, und dein Ungehorsam, dass du so gestraft wirst. Und du musst innewerden und erfahren, was es für Jammer und Herzeleid bringt, den Herrn, deinen Gott, zu verlassen und ihn nicht zu fürchten.

Wie steht es mit uns? Halten wir an der Seite Gottes durch? Für uns aber auch als Zeugnis und Hilfe für eine gefallene Welt.

3. Missachtung der Ordnungen Gottes.

Gott hat uns in seinem Wort ganz konkrete Ordnungen für das Leben in dieser Welt gegeben, die für uns gut sind, wenn wir sie beachten. Das ist die persönliche Lebensführung, das ist Familie, das ist Gemeinde Jesu, das ist die Gesellschaft, das Volk:

  • dazu gehört eine ausgewogene Ernährung, eine gesunde Abwechslung zwischen Arbeit und Ruhe und Entspannung, aber auch die Freude in der Schöpfung durch innere Kraft und Erholung, die uns die Schönheit und die überwältigende Vielfalt der Schöpfung bietet.
  • Familie ist Ordnung Gottes: Gott hat die Ehe und die Familie für uns eingesetzt. Mann und Frau sind eine Einheit vor Gott, in der die Liebe zueinander im Alltag gelebt werden soll: in der Liebe, die Gott uns schenkt. Kinder sind ein Geschenk Gottes und brauchen Mama und Papa. Wenn diese Ordnung Gottes gebrochen, ja zerstört wird, entsteht seelisches und manchmal auch körperliches Leid für die Eltern, als auch für die Kinder. Gerade diese von Gott gegebene Ordnung wird heute in Frage gestellt und kann vielfach wegen der Hartherzigkeit von uns Menschen nicht gelebt werden. Gerade für diesen Bereich brauchen wir die Liebe Gottes und sollten sie im Gebet suchen. Die Familie ist Grundlage des Zusammenlebens einer ganzen Gesellschaft. Wenn nun diese kleinste Einheit zerstört wird, geht auch die Gesellschaft kaputt. Das ist unsagbares Leid, dessen Auswirkungen erst die nächste Generation erfahren wird. Dies wird schlimmere Folgen haben als der Klimawandel und anderes, denn es zerstört unser Vertrauen, unsere Liebe, unser Leben.

4. Leid erfahren ohne erkennbaren Grund:

Dies ist der schwierigste Punkt: vor allem wenn wir dabei stehenbleiben bei der Frage des Warum: es drängt sich dieses Warum auf, wenn es um unschuldiges Leid geht: um den frühen Tod einer Mutter, oder wenn Kinder vor ihren Eltern sterben. Todesfälle durch Naturkatastrophen (Beispiel gläubiger Mann, der seine 4 Kinder und seine Frau verlor). Was haben wir für eine Erklärung für den Tod von Menschen, die wegen ihres Glaubens oder ihrer kulturellen, sozialen oder ethnischer Herkunft getötet werden. Warum der frühe Tod durch Unfall, Krebs oder gar Mord? Das Warum kann wohl nicht immer beantwortet werden: vieles werden wir erst in der Ewigkeit erfahren an Gerechtigkeit, an Erklärungen usw.

Im Buch nicht tiefer als in Gottes Hand lesen wir: Wir müssen wohl erkennen, dass wir nicht alles verstehen können, dass uns aber die Bibel Leitung, Hilfe und Trost gibt und wir dürfen den Herrn Jesus dabei bitten uns ein sehendes Auge und hörendes Ohr zu schenken. Vollkommenheit gibt es für uns erst, wenn Jesus wiederkommt. Weiters steht im besagten Buch: ich stelle mir vor, wie der Teufel zu Gott sagt: Eine Frau, die alle ihre fünf Söhne im Krieg verliert, muss dir doch wohl das Vertrauen aufkündigen…..

Hiob haderte mit Gott, aber am Ende erkannte er seine eigene Ohnmacht und stellte sich unter die göttliche Allmacht: Hiob 42,1-6. Hiob antwortete dem Herrn und sprach: ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen ist dir zu schwer. Gott ist allmächtig Gott hat sich vorgenommen, dich zu retten, dich heil zu machen, dich als sein Kind in die Ewigkeit aufzunehmen: Da ist es manchmal unvermeidbar durch Leid hindurchzugehen. Paulus und die Apostel machten den Menschen überall Mut und ermahnten sie unbeirrt am Glauben festzuhalten. Der Weg in Gottes neue Welt sagten sie, führt durch manche viel Not, Leid und Verfolgung. So ist es der Wille Gottes (1. Thess. 3,1-3).

Wir haben eine Wolke von Glaubenszeugen: David: 23. Psalm: Der Herr ist mein Hirte , darum leide ich keine Not. Und muss ich auch durchs finstere Tal und dennoch: ich fürcht kein Unheil….Das ist Gnade und Gottes Barmherzigkeit und Fürsorge, wenn man in seinem Leid Gottes Allmacht aber auch Kraft und Hilfe erkennen und annehmen kann.

Beispiel eine neunjährigen Jungen: Er ist herzig, lebendig und klug und vor allem will er leben! Doch die Ärzte haben keine Hoffnung mehr für ihn, denn er leidet an Muskelschwund und ist so auf einen Rollstuhl angewiesen. Vor einiger Zeit konnte er noch gehen, doch nun kann er nur noch sitzen, wenn er sich irgendwo anlehnen kann. Seine Arme und Beine kann er nur noch wenig bewegen. Doch seine Augen und sein Lächeln strahlen. Seine Großmutter hat Jesus als ihren Messias kennen gelernt und besucht eine messianische Gemeinde. Obwohl die Eltern von S nicht gläubig sind, durften die Ältesten der Gemeinde S. besuchen, mit ihm reden und beten. Seither besucht S. zusammen mit seiner Großmutter die Gemeindeveranstaltungen. Er ist fröhlich und hat immer ein Lächeln auf dem Gesicht, weil er an Jesus glaubt und vertraut.

Wir leben noch nicht im versprochenen Paradies, jeder hat sein eigenes Joch zu tragen, aber Jesus geht mit: Jesus ist vorausgegangen: er hat den Sieg nicht durch ein großartiges Fest erreicht und gefeiert, sondern ist durch Leid und Tod gegangen um uns den Sieg zu geben.

Den Märtyrern in anderen Erdteilen, den sterbenskranken Menschen… im Krankenbett und im Rollstuhl, in einer unglücklichen Ehe, im Gefängnis, als ausgebeuteter Schwerarbeiter und in einem ungerechten Prozess, in körperlicher und seelischen Misshandlung mit der vernichtenden Nachricht oder dem Todesurteil des Krebsarztes in der Hand. Überall können wir für Gott kämpfen, ihm Freude machen, den Teufel besiegen. Überall in absolut jeder Lage können wir flüstern Herr ich verstehe das nicht, aber ich liebe dich und vertraue dir Herr, hilf mir, jetzt durchzuhalten hilf mir, dass ich dir Ehre mache, Hiob suchte Gott selbst, hörte ihm zu und ihm wurden die Augen geöffnet: ich hatte von Gott nur vom Hörensagen, gehört, jetzt haben meine Augen ihn gesehen. Spurgeon sagte: Seht, Brüder, wenn wir keine Liebe zu Jesus haben, dann fehlt das, was uns hilft, auf dem schmalen Weg zu bleiben und bis ans Ende auszuhalten. Die Menschen können verleugnen, was bei ihnen nur als Überzeugung des Verstandes da ist, aber sie werden niemals das verleugnen, wovon sie überzeugt sind und was sie mit ihrem Herzen erfasst haben. Wenn ihr bis ans Ende ausharren wollt, dann kann es nur in der Kraft der LIEBE GESCHEHEN;

© Zahnarzt Defatsch Artur  .  MwSt. 01177860218